Herzlich willkommen

Ein Brief an alle Freunde, Unterstützer und Interessenten des ehemaligen Behindertendienstes

Liebe Freunde!

Auch wenn ich manche von Euch nicht persönlich kenne, habe ich mir die Freiheit genommen, Euch mit "Freunde" anzusprechen. Denn uns verbindet das gemeinsame Interesse an der Arbeit mit jungen Menschen mit und ohne Behinderung des Landesjugendpfarramtes. Es kann sogar von einer gemeinsamen Liebe zu dieser Arbeit gesprochen werden.


In unserem Jahresplan steht als Einleitung:
"Es geht voran." Na klar, was sonst, daran arbeiten wir: es soll vorwärts gehen. "Genieße den Augenblick und denke nicht immer an die Zukunft." Das ist die Kunst des Lebens: Zum einen sich über Erfolge freuen und diese Augenblicke genießen ohne sich hetzen zu lassen - zum anderen aber auch über der Freude am Erfolg nicht den Anschluss zu verpassen. Und weil das große Thema Inklusion ein Thema des gemeinsamen Lebens ist, beinhaltet diese Kunst des Lebens die Entscheidung über Verharren und Weiterarbeiten im unbehinderten Miteinander.
Wir leben ein Stück unseres Weges gemeinsam. Und Wege bringen immer wieder Neues, lassen uns stolpern und hin und wieder gibt es Sackgassen, die uns zur Umkehr zwingen. Aber es gibt auch mal eine Abkürzung oder einen überraschend schönen Platz. Als so ein Stück Weg haben ungefähr 25 Menschen das Beiratstreffen des Behindertendienstes im November erlebt. Auf dem Plan stand nach langer Vorbereitung die Findung eines neuen Namens für den "Behindertendienst". Dieser Begriff für eine inklusive Arbeit war zunehmend unzeitgemäß und nicht dem entsprechend, was unter diesem Namen getan wird:
Wir "dienen" nicht den "Behinderten", sondern wir sind gemeinsam (barrierefrei und ansatzweise inklusiv) unterwegs. Und so war es an der Zeit, für den "Behindertendienst", der vor 40 Jahren aus dem "Krankendienst" entstand, einen neuen Namen zu suchen.

Im Voraus fanden Gespräche statt, mit der Leitung und den Kolleginnen und Kollegen des Landesjugendpfarramtes, mit vielen Ehrenamtlichen, verschiedensten Teilnehmenden von Rüstzeiten und anderen Aktionen und einem Moderator, der den Prozess der Namensfindung begleitete.

Nach langen Überlegungen, Diskussionen, Gesprächen geriet dieser Weg am frühen Abend des ersten Beiratstages so ins Stocken, dass viele dachten: "Jetzt geht es nicht weiter, wir kommen nicht mehr voran - eine Sackgasse." Aber nach einer kurzen Pause mit frischer Luft für Herz und Geist gab es ein Gebet und die Gespräche nahmen eine so positive Wendung, dass nach kurzer Zeit der neue Name feststand und er allen zuvor gesetzten Kriterien standhielt:

JuB - Jugendarbeit Barrierefrei
barrierefreies Miteinander in der Evangelischen Jugend Sachsen

Die Begeisterung über diesen Erfolg wurde auf den Gesichtern und in den Herzen der Leute, die dabei waren, sichtbar. Froh und fröhlich waren wir nicht nur über den neuen Namen, sondern auch über die Spürbarkeit Gottes in dieser so schwierigen Situation: Wir sind sicher, dass Gott da seine Hände im Spiel hatte. Und so hoffen wir, dass nun der neue Name für bleibende Begeisterung bei der so wichtigen Arbeit sorgt.

Ganz herzlich laden wir euch schon heute zur Feier des Namenswechsels am 31.Oktober 2015 zum Freundeskreistreffen ein. Dort werden wir den alten Namen gebührend verabschieden und den neuen Namen begrüßen.

Es grüßt Euch ganz herzlich im Namen aller Freunde, Unterstützer und Interessenten der barrierefreien Jugendarbeit:
Mirjam Lehnert & Matthias Kipke